Sonntag, 12. Januar 2014

Über das Leben und dass leben

”Lebe jeden Tag, als sei es dein letzter...”


… Heißt nicht, dass man ein Leben lang so leben soll, als sei man todkrank!
In einer Suppe ohne Fleisch, Gemüse und Gewürzen bleibt nicht viel außer Wasser und Fett!

Das Leben zu besitzen ist nicht gleich zu leben. Das Leben ermöglicht es uns zu leben, aber auch nur dann wenn wir es zulassen. Zu leben ist für mich persönlich die beste Art das Leben zu preisen und mich dafür zu bedanken. Es zu erhalten ist auch ein wichtiger Teil, aber geht es einem nur noch darum, so wird es zur Belastung und dies hat zur Folge, dass man weder Zeit noch Grund findet sich dafür zu bedanken (es sei denn man fühlt sich dazu verpflichtet, was unvermeidbar zur Folge hätte dass jener Dank keine Bedeutung hat).

Aber was heißt es zu leben?
Zu leben kann niemals ein standardisiertes Tuen sein, denn jeder Mensch hat andere Bedingungen und Vorstellungen (Kultur, Körperliche unterschiede, Alter etc.), die sich im Laufe eines Lebens durch die ständig neue Beeinflussung der Außenwelt unaufhaltsam ändern.
Besteht ein Leben jedoch nur aus Pflichten und Arbeit, so hat es mehr Ähnlichkeit mit dem Tod als mit dem Leben. Dann existiert man nicht mehr und nicht weniger als die Schuhe die man trägt, oder den Stuhl auf den man sitzt - man ist einfach nur da, nicht mehr. Ein Roboter ist auch nur ein Gegenstand.
Spaß und Gefühle müssen vorhanden sein um zu leben.
-------Dennoch kann es für den einen der Fall sein dass es ihm mit seiner Lebensart gut geht, was aber nicht gleich heißt, dass es allen anderen auch der Fall ist.
Dies macht den Unterschied zwischen uns und den Tieren aus.
Bei den Tieren zählt nur das eigene Überleben sowie die Fortpflanzung, der Mensch sorgt sich darüber hinaus auch über die Zukunft.
Das Denken an die Zukunft ist zwar eine Fähigkeit die der Mensch braucht um zu überleben (sonst hätten zum Beispiel unsere Vorfahren sich keinen Vorrat für den Winter angelegt), jedoch darf man sich darin nicht verlieren und vergessen im Jetzt zu leben.
Diese Erkenntnis kommt den meisten leider erst dann, wenn die Zeit des Lebens (Nominativ) sich langsam dem Ende nähert, und mit ihr auch die Chance(n) zu leben.
Es ist natürlich wünschenswert ein möglichst langes Leben zu haben, jedoch nicht um jeden Preis. Ein gutes Leben ist ein Vernunftgeprägtes aber Gefühlsgeleitetes erleben des Lebens mit Erinnerungen die wieder und wieder durchlebt werden wollen.

Haben wir erst einmal unsere eigene Weise zu leben gefunden, so ist es genau so wichtig, den Weg die unsere Mitmenschen wählen, nicht in Frage zu stellen, sondern zu respektieren, denn schließlich fänden wir es auch nicht gut, wenn andere unseren Weg nicht respektieren würden.
Bei Menschen die sich nahe stehen kann es etwas komplizierter sein, da die „Liebe“ oftmals mit Macht über andere verwechselt wird.
Liebe ist Freiheit und gleichberechtigte Freiheiten und keine Kontrolle oder sich von jemandem Abhängig machen zu lassen.
Wer Kontrolle braucht, hat Angst etwas zu verlieren, aber Liebe ist kein Besitz, und bietet keinen Besitz den man verlieren kann.
„Ich bin dein, du bist mein“ ist der größte Unsinn der mir je über den Weg gekommen ist wenn es um das Thema „Liebe“ geht. Der Gedanke, dass Liebe besitzergreifend ist, ist schlicht weg Pervers!
Liebe besitzt nicht, ist nicht hierarchisch und ist keine lenkbare Macht. Liebe ist das glückliche geben. Liebe ist all das, dass für die meisten Menschen unsichtbar erscheint.
„Ich habe dich geliebt.“ Noch so ein unsinniger Satz. Liebe ist nicht Zeit- oder Raumbegrenzt, sondern ein Ewiger Zustand.

„Ich habe dich geliebt, tue es jetzt aber nicht mehr.“ Dort hat nie Liebe existiert, sondern nur die Gehirnchemische „Pseudoliebe.“

Sonntag, 25. August 2013

Handelt Gott noch, oder ist er nur Zuschauer seiner Schöpfung?

Wenn man sich mit Freunden, Kollegen oder anderen Bekanntschaften über Gott unterhält, so wird man sehen, dass jeder seine eigene Vorstellung von Gott hat.
Viele Menschen denken dass Gott auf dieser Welt für Gerechtigkeit sorgen müsse, da er doch der Allmächtige ist und uns alle Liebt. Wer Zeitung liest weis jedoch, dass Gott nicht eingreift.
Warum nicht?
Nun, wir sind nicht im Paradis geboren, sondern auf einer von Gott geschaffenen Welt, in der wir sündigen, lieben und leiden, leben und sterben.
Gott hat diese Welt geschaffen um sich mehr oder weniger "raus zu halten" und uns selbst zu überlassen. Aber ist dass auch so? Der Mensch wurde von einem Teil Gottes gemacht. Gott sitzt in uns allen. Er ist in meinen Vorstellungen kein alter Bärtiger Mann der im Himmel auf seinem Thron sitzt, sondern die Kraft, die unser Herz schlagen lässt. Wer einem anderen etwas gutes Tut, wenn zwei Menschen sich Lieben, dass ist Gott.
Somit greift Gott ständig ein, indem er in uns allen vertreten ist. Es ist uns allerdings selber überlassen, wie viel wir davon zulassen.
Eine Frau hat mir einmal gesagt, sie könne Gott nicht verstehen, er müsste doch einen Blitz durch die Mörder, Kinderschänder und Vergewaltiger jagen.
Aber tut er dass etwa nicht? Muss es denn ein Blitz sein, der wie von Geisterhand aus heiterem Himmel kommt, bevor man es Gott zuschreibt?
Hätten wir jemals eine Vorstellung von Gerechtigkeit bekommen, wenn eine höhere Macht für Gerechtigkeit sorgen würde? Wenn wir selber nicht Vertreter der Gerechtigkeit sein sollten?
Dann müssten wir uns darüber keine Gedanken mehr machen, könnten uns zurücklehnen und unbeschwert in den Tag hineinleben.
Sind wir, die einen Gerechtigkeitssinn besitzen, nicht etwa alle Teil eines solchen Blitzes? Wenn wir an die Opfer denken, und Massnahmen gegen solche Dinge ziehen, so ist es doch Gott der in uns wirkt. Wir vergessen oft, dass wir (der Mensch) (mehr oder weniger) Göttlich sind.

Sonntag, 18. August 2013

Ist alles Vorherbestimmt? Haben wir einen freien Willen?

Vor einiger Zeit hatte ich mit einem Freund eine Diskussion. Es ging darum ob die Zukunft vorherbestimmt sei.
Hierzu fällt mir ein alter Gedanke ein: Was geschehen ist, wird wieder geschehen und was geschehen wird, ist schon einmal geschehen.
Stellen sie sich einen Raum vor in dem es 3 Teile gibt, diese bewegen sich ständig, verbinden und teilen sich wieder. Wenn man nun davon ausgeht dass die Zeit sich unendlich nach vorne bewegt, kann man nur zu dem Schluss gelangen, dass die Verbindungen, die die Teile mit einander immer wieder stattfinden werden, und zwar immer wieder an neuen aber auch an vorherigen Orten im Raum.
So ist es doch eigentlich auch in dem Raum in dem wir uns befinden (das ganze All oder vielleicht sogar noch mehr). Es gibt eine gewisse Anzahl von Bausteinen, die sich verbinden und wieder trennen. Da die Zeit unendlich nach vorne geht, werden sich nach einer bestimmten Zeit Verbindungen wieder in genau derselben Zusammenstellung und an genau dem gleichem Ort wieder finden = "jetzt" wird irgendwann wieder sein.
Jedoch ist dies meiner Ansicht nach zwar nicht unbedingt falsch, aber durch der Idee der eigenen Entscheidungsfähigkeit des Menschen wird dieser Gedanke sehr schwer nachvollziehbar.
Ob ich mich nun für oder gegen etwas entscheide liegt, meines Erachtens nach, allein bei mir, jedenfalls in dem Moment der Entscheidung. Natürlich gibt es Faktoren die unser Handeln, Denken und unsere Entscheidungen mehr oder weniger stark beeinflussen (Familie, Liebe, Soziale Herkunft etc.).
Es gibt folglich 2 Möglichkeiten:

  1. Entscheide ich mich auf Grundlage der in meinem Gehirn gespeicherten Informationen, so habe ich KEINE Wahl, sondern MUSS unumgänglich genau DIESE Entscheidung treffen. 
  2. Entscheide ich mich jedoch unabhängig von der Vergangenheit, so ist meine Entscheidung zufällig, und wieder hätte ich keinen Einfluss darauf.
Sind wir nur Beobachter unserer selbst? Sind wir nur Hauptperson in dem geschriebenen Roman namens Leben?

Zum freiem Willen gehört auch noch ein anderer Faktor. Häufig "wollen" wir etwas, was wir aber gar nicht können. Schon hier ist der "freie Wille" eingeschränkt, denn wir können den freien Willen nur dann nutzen, wenn unser "wollen" auch tatsächlich möglich ist.
Eine weitere Einschränkung ist die Anpassung (sozial, gesellschaftlich, in einer Beziehung etc.) denn diese Anpassung lässt uns oftmals in einer Situation, in der wir "anders" handeln, als wir es gerne tun würden. Beisp.: Jonas will seinen Zug erreichen, ist aber spät dran. Er läuft über die Schienen, obwohl er weis dass man dies nicht darf, und lieber wäre es ihm die Treppen zur Fussgängerbrücke zu nehmen, doch da die Zeit knapp ist, wählt er eben diesen Weg. Dafür muss er nun eine Strafe zahlen. Doch Jonas' Entscheidung war unter Druck eingeschränkt: Er hat ja nicht die Fahrzeiten des Zuges gemacht, und für seine Verspätung konnte er auch nichts (z.Beisp. Stau). War Jonas' "Wahl" also wirklich seine eigene Entscheidung, oder waren es die Faktoren um ihn herum, die ihn dazu trieben (zwangen)?

Eine weitere Schlüsselfrage ist: Warum wollen wir etwas?
Wollen wir tatsächlich etwas aus eigener Kraft, oder wollen wir es, weil andere es wollen bzw. nicht wollen?
Beispiel: Herr Blum wollte gestern kein Auto. Doch jetzt hat sein Nachbar ein Auto gekauft, und Herr Blum will nun auch eins, denn er will seinem Nachbar gegenüber nicht weniger Luxuriös wirken.
Hier ist wieder kein wirklich freier Wille zu finden.
Denkt man über jedes kleine Detail nach was man im laufe eines Tages tut, wird man dann IMMER einen Grund finden, warum man es tut?
Dies ist zwar eine sehr deterministische Ansicht, für viele jedoch gut nachvollziehbar, wenn zugleich auch Traurig sowie aber auch Tröstend.

Freitag, 16. August 2013

Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Gibt es DIE Wahrheit?

Alles was wir sehen, fühlen oder woran wir uns erinnern scheint für uns real zu sein. Doch kann dies nicht eigentlich auch nur Einbildung sein?
Woher weis ich dass ich jetzt gerade in diesem Moment real bin? Oder weis ich es gar nicht? Träume ich gerade und bin gar nicht wach? Wie sieht die Welt denn aus wenn ich erwache? Ist das Leben wirklich?